DAS BALTIKUM im Zeitraffer Das Baltikum ist ein Gebiet in
Nordosteuropa an der Ostsee auf den Gebieten der Länder Estland, Lettland und Litauen (die Baltischen Staaten) sowie der Region um Kaliningrad
(Königsberg), dem früheren Ostpreußen. Es ist benannt nach den Völkern der Balten, die innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie eine
eigene Sprachgruppe bilden. Im Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939 wurden die baltischen Staaten als sowjetische Interessensphäre
bezeichnet. Gedeckt durch diesen Pakt marschierte die Rote Armee 1940 in Litauen, Estland und Lettland ein. Angesichts der Sowjet-Besatzung stimmten die
neugewählten Parlamente der baltischen Staaten der Eingliederung in die Sowjetunion gezwungenermaßen zu. Im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges
wurde das Gebiet von Truppen der deutschen Wehrmacht besetzt. Von 1941 bis 1944 war das Baltikum durch das Nationalsozialistische Deutschland besetzt. Von 1944 bis
1990 gehörten Lettland, Estland und Litauen wieder zur Sowjetunion. In dieser Zeit wurden diese Länder, größtenteils gegen den Willen der
Bevölkerung, in das sowjetische System integriert. Diese Zeit war gekennzeichnet von einer Ansiedlungspolitik der Sowjetunion, welche die angestammten
Bevölkerungen zu Minderheiten im eigenen Land machen sollte. Am 23. August 1989 bilden zwei Millionen Menschen die Baltische Kette, eine Menschenkette
über eine Länge von 600 Kilometer von Tallinn über Riga nach Vilnius, um für die Unabhängigkeit der baltischen Staaten zu demonstrieren.
Am 1. Mai 2004 traten die baltischen Staaten der NATO und der EU bei.
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